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Wir bieten seit geraumer Zeit Projekte für Studierende an, um ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre theoretischen Kenntnisse in einem »echten« Kundenprojekt unter realen Bedingungen in der Praxis zu erproben. Dazu schlagen wir Themen vor, die uns als Unternehmen bewegen. Auf diese Weise entsteht eine echte Win-win-Situation für beide Seiten. …doch dann kam Corona. Wie läuft so ein Teamprojekt überhaupt ab und kann ein solches Projekt in der Corona-Zeit funktionieren?

Erfolgreiche Kooperation zwischen der TU Braunschweig und fme

Unsere Studierendenprojekte entstehen aus einer seit vielen Jahren erfolgreichen Kooperation mit der TU Braunschweig. Dort haben die Studierenden des Lehrstuhls »Decision Support« die Möglichkeit, sich auf ein Teamprojekt (ein Praxissemester) in unserem Unternehmen zu bewerben. Weitere Informationen zu solchen Projekten und wie diese inhaltlich strukturiert sind, finden sich auf der Internetseite der TU Braunschweig.

Sobald das Team feststeht, sprechen wir bei einem Kick-Off Termin über die Rahmenbedingungen und die Ziele des Projekts. Komplett eigenständig und frei von Vorgaben, erarbeiten die Studierenden ihren Projektplan sowie ein realistisches Angebot zur Projektumsetzung.

Das Teamprojekt in der Vor-Corona-Zeit

Anfang des Jahres definierten wir die Zielsetzung des Teamprojekts wie folgt:

Bei der Arbeit mit dem Contract Management Tool [der fme AG] stoßen Anwender immer wieder auf Hindernisse, ineffektive Bearbeitungsschritte und Abstimmungsbedarf. Darum wollen wir die Anwendung überarbeiten. Im Rahmen dieses Projekts sollen in Form eines Konzepts die Anforderungen aufgenommen, dokumentiert und priorisiert werden. Dabei ist ausdrücklich gewünscht, dass das Projektteam auch eigene Ideen zur Verbesserung einbringt. Mock-ups zeigen, wie die Ideen umgesetzt werden könnten. Optional können neue Funktionen auch implementiert werden. Eine Aufwandsabschätzung rundet das Ergebnis ab und hilft, über die spätere Umsetzung zu entscheiden.

Ursprünglich geplant war das erprobte Vorgehen: Nach der Freigabe des Angebots setzen die Mitglieder des Teams die Aufgabe selbständig um. Sie analysieren, recherchieren, konzipieren, implementieren und dokumentieren im Rahmen der Aufgabenstellung.

In einstündigen, wöchentlichen Meetings sprechen wir dann gemeinsam über den aktuellen Projektstand, erörtern Probleme und klären offene Fragen. Am Ende des Semesters stellen die Studierenden in der fme AG ihre Ergebnisse anhand einer Abschlusspräsentation dem fme-Expertenteam vor.

Soweit zu unseren Teamprojekten vor der Covid-19 Pandemie.

Corona - und plötzlich ist alles anders! So auch unser Teamprojekt

Eine Eigenschaft, durch die sich fme auszeichnet, ist Agilität.

»Agilität ist die Gewandtheit, Wendigkeit oder Beweglichkeit von Organisationen und Personen bzw. in Strukturen und Prozessen. Man reagiert flexibel auf unvorhergesehene Ereignisse und neue Anforderungen. Man ist, etwa in Bezug auf Veränderungen, nicht nur reaktiv, sondern auch proaktiv.«
Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/agilitaet-99882

Mitte März 2020 war durch die Auswirkungen der Pandemie auch in Bezug auf das Teamprojekt, das im April starten sollte, unsere Agilität mehr als gefragt!

Als Unternehmen im IT-Beratungssegment gehört es zu unserem Handeln, uns tagtäglich mit Veränderungen und neuen Bedingungen am Markt auseinanderzusetzen und auf diese gemeinsam mit und für unsere Kunden optimal zu reagieren. Dabei ist es besonders wichtig, agil zu sein und bei Bedarf neue Lösungswege für die jeweilige Herausforderung zu finden.

Vor genau solch eine Herausforderung stellte uns die Covid-19 Pandemie nun auch in unserem Teamprojekt, denn die Arbeit aus dem Home-Office und zusätzliche Kurzarbeit stellten die Durchführung des Projekts für das diesjährige Sommersemester 2020 komplett in Frage.

Innerhalb kürzester Zeit mussten wir überlegen, wie sich das diesjährige Studierendenprojekt unter den veränderten Umständen durchführen ließe und ob wir es mit dem gleichen Qualitätsanspruch anbieten könnten.

Der erste Teil unserer Unternehmensvision heißt: Your partner for digital transformation. Mit Beratung und dem Einsatz verschiedener Technologien helfen wir unseren Kunden dabei, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und auszubauen.

Wir leben, was wir unseren Kunden anbieten und sind somit technisch und organisatorisch sehr gut aufgestellt. Dementsprechend waren wir uns schnell einig, dass wir allen Anforderungen, die das Teamprojekt unter Corona-Bedingungen an uns stellt, gerecht werden. Die Bereitschaft, trotz Kurzarbeit ein Studierendenprojekt durchzuführen, war bei allen Mitarbeitern der fme sofort gegeben. An dieser Stelle, ein großer Dank an alle Beteiligten!

Auch die Studierenden zeigten ihre Agilität, indem sie sich auf die Herausforderungen:

  • keine persönlichen Meetings im Büro der fme AG
  • ausschließlich Online-Meetings, Telefonate und E-Mails
  • virtuelle Abschlusspräsentation und Benotung

flexibel und ohne Bedenken einstellten.

Das Teamprojekt – trotz Corona – ein voller Erfolg

Das vergangene halbe Jahr war für alle Beteiligten eine spannende Zeit. Unser gemeinsames Teamprojekt ist inzwischen abgeschlossen. Rückblickend können wir mit Stolz und Zufriedenheit berichten, dass alle, und ganz besonders die Studierenden, dieses Projekt mit Bravour erfolgreich gemeistert haben.

Alle Anforderungen wurden zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt und geliefert. Wir sind begeistert, wie selbständig sich Robert, Lennart und Gerrit organisiert haben – aufgrund dieser hohen Eigenständigkeit war von unserer Seite lediglich ein geringer zusätzlicher Betreuungsaufwand nötig.

Die Studierenden haben sich schnell zu einem Team zusammengefunden und kamen Woche für Woche gut vorbereitet in die regelmäßigen Online-Meetings. Die gestellten To-dos waren immer erledigt oder mussten nur geringfügig nachjustiert werden.

 

Das Fazit der Studierenden

Auch die Studierenden blicken positiv auf das Teamprojekt unter den etwas anderen Voraussetzungen zurück:

»Trotz der gegebenen Situation und der fehlenden Möglichkeit sich persönlich zu treffen, konnte ich sehr viel aus dem Teamprojekt mitnehmen. Die digitale Arbeit hatte zum Teil auch Vorteile. Man sparte Zeit, da die Anreise zum Treffpunkt entfiel, wodurch auch die Terminfindung etwas flexibler wurde. Insgesamt war es eine super Erfahrung und ich denke, dass sich das Ergebnis sehen lassen kann«, so Gerrit.

Auch Lennart zieht ein sehr positives Fazit, über das wir uns sehr freuen:
»Das Teamprojekt bei der fme AG hat mir persönlich großen Spaß gemacht. Trotz der besonderen Umstände haben wir im Team in Kooperation mit den Betreuern der fme AG super funktioniert. Ich habe mich zu jeder Zeit sehr gut aufgehoben und beraten gefühlt. Spannend war es vor allem, aus dem grauen Theorie-Alltag in die Praxis zu schauen und dort die Möglichkeit zu bekommen, in das spätere Berufsleben Einblick zu erhalten. Alles in Allem kann ich jedem empfehlen ein Teamprojekt bei der fme AG zu absolvieren und möchte mich hiermit noch einmal bei allen Beteiligten für die tolle Zusammenarbeit bedanken.«

 

Danke!

Auch wir bedanken uns ganz herzlich bei Robert, Lennart und Gerrit für die tolle Erfahrung und ihren Einsatz für und mit uns, der fme AG!  Es hat uns Spaß und Freude bereitet. Wir wünschen Euch für Eurer Studium und die weitere Zukunft alles erdenklich Gute. Bleibt gesund und agil!

Doreen (Management Assistant), Tobias (Teamleiter Business Intelligence) und Klaus (Business Unit Director)

 

PS: fme bietet auch außerhalb eines solchen Praxissemesters spannende Möglichkeiten für Werkstudenten und Praktikanten. Auf unserer fme Karriere-Seite findet Ihr weitere Informationen hierzu.

 

Tags: Inside fme, Arbeiten in Krisenzeiten